Alles über Perlen
Pflege Ihrer Perlen ¦
Arten von Perlen ¦
Süsswasser-Perlen
Allgemeines
Gerät ein Fremdkörper in eine Muschel, so wird dieser vom Mantelgewebe umschlossen, die Muschel sondert Perlmutt ab und nach mehrjährigem Wachstum entsteht eine Perle.
Während früher waghalsige Perlentaucher auf den Meeresgrund tauchten, um aus vielen, vielen Austern diejenige zu finden, die eine kostbare Naturperle enthält, so sind heute vorwiegend Zuchtperlen auf dem Markt.
Anfangs des 19. Jahrhunderts gelang es in Japan nach langwierigen Versuchen, der Natur etwas nachzuhelfen und die Austern mit einem Fremdkörper zu impfen, so dass Perlen "gezüchtet" werden konnten. Die Zuchtperlen wachsen dabei genau wie die Naturperlen, die zufälligen Perlen, langsam in der Auster heran.
Kaum eine Perle ist wirklich perfekt rund - entsprechend hoch ist der Preis für eine solche Perle. Auch die Oberfläche einer natürlich gewachsenen Perle ist selten wirklich makellos - je makelloser, desto wertvoller ist eine Perle! Aber gerade die Strukturen und Formen, wie nur die Natur sie hervorbringt, können einer Perle einen Charme verleihen, der nicht mit Geld aufgewogen wird. Darauf hat sich Perlenbar spezialisiert!
Arten von Perlen
Man unterscheidet bei den Zuchtperlen je nach Ihrer Herkunft und Mutterauster folgende Arten: Süsswasser-Perlen, Akoya-Perlen, Südsee-Perlen und Tahiti-Perlen.
Die Süsswasser-Perlen werden im Gegensatz zu den nachfolgenden Salzwasser-Perlen in Binnengewässern gezüchtet. Zur Züchtung wird meist kein Kern, sondern ausschliesslich Muschelgewebe eingepflanzt - die Süsswasser-Zuchtperlen bestehen also meist durch und durch aus natürlich gewachsenem Perlmutt. Die Grössen der Perlen gehen bis ca. 10mm, selten sind grössere und kreisrunde Perlen.
Die Akoya-Perle war die erste Perle, die durch Implantat eines kreisrunden Kerns in die Mutterauster gezüchtet werden konnte. Da die Mutterauster relativ klein ist, werden die Perlen meist nur ca. 9mm gross.
Die Südsee-Perlen sind berühmt für ihre Grösse und ihre schönen Farben - und entsprechend teuer! Dank sehr grosser Mutterauster (bezeichnenderweise "pinctada maxima" genannt) und relativ schneller Perlmuttablagerung können Perlen über 15mm Durchmesser gezüchtet werden.
Die schwarzen Tahiti-Perlen werden in einer schwarzlippigen Mutterauster gezüchtet. Auch sie können ansehnliche Grössen über 15mm erreichen.
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Süsswasser-Perlen
Süsswasser-Perlen, neu auch "Cumingii-Perlen" genannt, konnten erstmals anfangs des 20. Jahrhunderts in japanischen Binnengewässern gezüchtet werden (Biwa-Perlen). Der grösste Teil der Süsswasser-Perlen kommt heute jedoch aus China. Süsswasser-Perlen reifen wesentlich schneller als Salzwasser-Perlen, zudem können in der grossen zur Zucht eingesetzten Muschel "Hyriopsis cumingii" bis zu 50 Perlen gezüchtet werden. Es werden dabei nicht wie bei den Salzwasser-Perlen kreisrunde Kerne eingepflanzt, sondern nur kleine Stücke von fremdem Gewebe. Durch den fehlenden runden Kern sind die Perlen durch und durch aus Perlmutt, damit sehr viel widerstandsfähiger gegen Absplitterung und Abrieb - die Formen aber dafür selten kreisrund.
Durch verbesserte Zuchtmethoden können heutzutage aber auch fast runde Süsswasser-Perlen bis zu 12mm Grösse gezüchtet werden.
Auch werden mittlerweile Süsswasser-Perlen mit Kern gezüchtet, die der Salzwasser-Zuchtperle sehr ähnlich sind.
Die Perlauster wird bis 80 Jahre alt und kann mehrmals zur Perlenzucht verwendet werden.
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